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FÖRDERUNG |

Kulturförderung 2026 und erneuter Förderaufruf

Pinsel und Farben

Hast Du eine Idee für ein kulturelles Projekt? Bis zum 27.03.2026 können im Rahmen der Kulturförderung Neuruppin Mittel beantragt werden!

In der Fontanestadt Neuruppin gibt es ein vielfältiges kulturelles Angebot. Um dieses zu ermöglichen, vergibt die Stadt jährlich kommunale Mittel zur Kulturförderung für die Durchführung von Projekten und alle drei Jahre Mittel für die Unterstützung von Kulturvereinen. Für 2026 können noch Mittel für die Umsetzung von kleineren Maßnahmen beantragt werden.

Es werden Angebote aus den Bereichen Literatur, Musik, Film, bildende und darstellende Kunst gefördert, ebenso wie Vermittlungsangebote und Vorhaben, die sich auf künstlerische Weise mit dem Leben in der Fontanestadt auseinandersetzen. Das Projekt muss bis zum 31.12.2026 abgeschlossen sein. Insgesamt stehen Mittel in Höhe von 3.990 € zur Verfügung, maximal können 50 % der Projektgesamtkosten gefördert werden. Ausnahme ist die Mikroförderung: Für Maßnahmen mit Gesamtkosten bis zu 1.000 € können Sie einen Antrag auf Vollfinanzierung stellen. Antragsfrist ist der 27. März 2026. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite www.neuruppin-erleben.de/kulturfoerderung und direkt im Amt für Kultur und Tourismus bei sonja.linde@stadtneuruppin.de. 

Bisher unterstützt die Fontanestadt 2026 elf Projekte und vier Kulturvereine. Ergebnis ist ein vielfältiges Programm:

Folgende Vereine erhalten im Rahmen der dreijährigen Basisförderung für ihre kulturelle Arbeit eine Unterstützung: 

  • Tempelgarten Neuruppin e. V. (2026: 4.352,50 €, 2027: 3.822,50 €, 2028: 3.837,50 €): Der Verein möchte wieder ein buntes Veranstaltungsprogramm mit z. B. Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Theateraufführungen für alle Altersklassen anbieten. Die Veranstaltungen finden von Juni bis Oktober im Rondell des Tempelgartens statt. Darüber hinaus werden auch kostenlose Führungen durch das Gartendenkmal angeboten.
  • Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft e. V. (2026: 7.500 €, 2027: 8.000 €, 2028: 8.000 €): Die Schinkel-Gesellschaft möchte ihre kulturelle Präsenz in Neuruppin fortführen und stärken. Dazu gehören die Belebung der Geschäftsstelle durch eine Ausweitung des Veranstaltungsprogramms, Kunstausstellungen und die Ausweitung einer informativen Ausstellung über Schinkel. Auch sollen mehr Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden.
  • Förderverein Siechenhauskapelle e. V. (2026: 8.000 €, 2027: 8.500 €, 2028: 9.000 €): Auch in den folgenden Jahren möchte der Förderverein wieder das Musikfest „Aequinox“ durchführen. Bereits seit 2010 findet das Festival jährlich zur Tag- und Nachtgleiche im März statt, welches Alte und Neue Musik zu einem Gesamterlebnis verbindet und bei dem hochkarätige Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und anderen europäischen Ländern gemeinsam ein Programm gestalten.
  • Neuruppiner A-cappella-Chor e. V. (2026: 7.147,50€, 2027: 6.677,50 €, 2028: 6.162,50 €): Der Chor möchte verschiedene Konzerte durchführen, die fester Bestandteil des Neuruppiner Kulturkalenders sind, wie z. B. das Tempelgartenkonzert, das Adventskonzert mit allen Neuruppiner Chören und die Aufführung des Weihnachtsoratoriums. 

Die zur Verfügung stehenden Mittel für die Basisförderung über jeweils 27.000 € sind somit ausgeschöpft. 

Im Rahmen der Projektförderung werden insgesamt elf Maßnahmen mit insgesamt 23.010 € unterstützt:

  • Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin (1.420 €) für die Konzertreihe „J. S. Bachs Weihnachtsoratorium Kantaten IV-VI – in ursprünglicher Gestalt“. Das Werk ist nicht in Gänze in einem Konzert, sondern wie von Bach vorgesehen nacheinander mit jeweils einer Kantate zu erleben. Das Vorhaben enthielt auch die Kantaten I-III, welche Teil der Förderung 2025 waren. Die Konzerte haben bereits Anfang Januar stattgefunden.
  • Ev. Gesamtkirchengemeinde Ruppin (1.400 €) für die Aufführung im Dez. 2026 des eher unbekannten Oratoriums „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg. Das Werk, in dem viele bekannte Weihnachtslieder enthalten sind, kann so wiederentdeckt werden.
  • Carola Malter (1.000 €) für „Farben und Klänge: Malerei und Zeichnung in Kombination mit Klanginstrumenten“: Die Künstlerin Carola Malter möchte in drei Workshops jeweils verschiedenen Altersgruppen Kunst auf ungewöhnliche Weise nahebringen. So sollen Klanginstrumente wie der Gong neue kreative Prozesse in Gang setzen und die Frequenzen der Klänge in Farbfrequenzen verwandelt werden. 
  • Susanne Krell (880 €) für „NEURUPPIN IST SCHÖN!“. Mit den Mitteln möchte Susanne Krell eine künstlerisch gestaltete Broschüre mit Äußerungen und Gedanken zu Neuruppin erstellen, welche die Künstlerin 2025 von insgesamt 365 Menschen in einer öffentlichen und kreativ begleiteten Aktion gesammelt hat.
  • Galerie am Bollwerke. V. (4.000 €) für „Erde“. Regionale Künstlerinnen und Künstler werden eingeladen, sich mit dem Thema Wasser zu beschäftigen. Mit den Ergebnissen wird eine Ausstellungsreihe an öffentlichen Orten in der Fontanestadt organisiert. Das Projekt setzt die 2025 begonnene Ausstellungsreihe zu den Elementen fort.
  • Ludwig Faust (5.385 €) für „Durchführung einer Konzertreihe in der Kulturscheune Stöffin“. Es sollen drei Konzerte angboten werden. Jedes Konzert wird in einen Rahmen eingebunden, so werden z. B. jedes Mal Kinder und Jugendliche aus dem Ort beteiligt und es werden gesprochene Texte von Literatinnen und Literaten mit Bezug zu Neuruppin in das musikalische Programm eingebaut. Die Konzerte werden auf hohem klassischen Niveau umgesetzt, sollen aber nie reine Konzerte sein, sondern dienen als Begegnungsstätte für Menschen des ländlichen Raums.
  • Annett Glöckner (1.000 €) für „Propeller“. Die Künstlerin möchte eine Performance mit Dichtung und Stimme in Begleitung von einer Musikerin und zwei Musikern durchführen. Die Performance soll an den Tagen der Offenen Ateliers Brandenburg (02./03.05.2026) aufgeführt werden, und richtet sich an alle, die sich für Crossover in der Kunst und für die Verbindung von Kunst, Poesie und Musik im öffentlichen urbanen Raum interessieren.
  • Geli Schulze (1.000 €) für „STREET CLOUD. Plakatkunst im öffentlichen Raum“. Die Künstlerinnen Geli Schulze, Uschi Jung und Franziska Zänker möchten ein Plakatprojekt durchführen, in welchem sie sich mit Thematiken wie Ausgrenzung, Spaltung und Vorurteilen innerhalb der Gesellschaft beschäftigen wollen. Mit dem Projekt soll Teilhabe an Kunst und die Sichtbarmachung heterogener Gruppen ermöglicht werden. Vereine, Schulen, Institutionen werden zur Teilnahme aufgefordert. 
  • Geli Schulze (1.000 €) für „ERINNERN. Kunstprojekt zum Anstaltsfriedhof Treskow“. Der in Vergessenheit geratene Friedhof der ehemaligen Heilanstalt Treskow, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen untergebracht waren und die insbesondere in der NS-Zeit Opfer von grausamen Zwangsmaßnahmen und Tötungen wurden, wird zum Mittelpunkt eines Kunstprojekts gemacht. Erinnerungskultur soll so neu vermittelt und fühlbar werden. 
  • Fontane-Büro und Veranstaltungsmanagement e. V. (3.000 €) für „Kunst unterwegs | Neuruppin“. Das Projekt zielt darauf ab, Kunst im öffentlichen Raum einen Erlebnis- und Erkenntnisraum zu geben und Neugierde auf Entdeckungen zu wecken. So sollen Recherchen erfolgen, Führungen zu den Kunstwerken und verschiedene Aktionen stattfinden, und die Kunstwerke dokumentiert werden. Es ist eine Beteiligung von Neuruppiner Bürgerinnen und Bürgern vorgesehen
  • Musikkultur Rheinsberg gGmbh (2.925 €) für „Kulturmesse 2026“. Nach dem erfolgreichen Pilot 2024 soll erneut eine Kulturmesse in Neuruppin stattfinden. Die Messe zielt darauf ab, die vielfältige Kulturlandschaft sichtbar zu machen, den Austausch zwischen Kulturakteurinnen und -akteuren zu stärken und neue Impulse für Kooperation, Teilhabe und kulturelle Entwicklung zu setzen. Die Messe ist offen und kostenfrei konzipiert.

Die hier vorgestellten Maßnahmen verdeutlichen eindrucksvoll die Vielfalt, Kreativität und Innovationskraft der Neuruppiner Kulturszene. Die erstmalig 2022 geschaffene Möglichkeit, für sogenannte Mikroprojekte eine vereinfachte Antragstellung und Vollfinanzierung in Anspruch zu nehmen, ermutigt Künstlerinnen und Künstler, kreative und neuartige Ideen zu realisieren. So wird die Mikroförderung immer mehr zu einem Experimentiergeld für besonders innovative Kunstprojekte.