Wilhelm Gentz
„Er ist Kairo, Jerusalem, Konstantinopel, er ist Sklavenkarawane, Harem, Judenkirchhof und dazwischen Wüste mit Tempeltrümmern und Pyramiden und Fluß und See mit Pelikanen und Flamingos. […] Der Orient ist seine Welt und der Turban nicht bloß das Kleid, das ihn kleidet, sondern auch das Zeichen, darin er siegt.“
Theodor Fontane über Wilhelm Gentz
Früh wurde seine künstlerische Begabung deutlich: Mit 20 Jahren ging Wilhelm Gentz zur Ausbildung zunächst nach Berlin, später dann nach Paris. Auf ausgiebigen Reisen erkundete er Spanien und Nordafrika. Sein Blick war dabei sowohl auf das architektonische Erbe als auch auf die Landschaft und auf alltägliche Szenen seiner Gegenwart gerichtet. Von seinen Reisen zurückgekehrt, komponierte Gentz großformatige Bilder, die das Leben im sogenannten Orient schildern, mit denen er eine große Reichweite erlangte. Es ist sicherlich nicht übertrieben, Wilhelm Gentz als Wegbereiter und Verstärker der grassierenden Orientbegeisterung im 19. Jahrhundert zu bezeichnen.
Gentz reiste zeit seines Lebens und war in künstlerischen und wissenschaftlichen Kreisen gut vernetzt. Er war Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin, wo er auch starb.
Auf einen Blick
Wilhelm Gentz war der berühmteste deutsche Orientmaler des 19. Jahrhunderts.
Er wurde am 9. Dezember 1822 in Neuruppin geboren und starb am 23. August 1890 in Berlin.
Tipp: Im Museum Neuruppin entdeckst Du Werke des Malers und erhältst Einblicke in sein Leben.

